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Das Labeln von per KI erstellten Inhalten auf Social Media ist wichtig, damit die User differenzieren können: Was wurde gänzlich per KI erstellt, was mit der Hilfe von KI und was ohne AI Support? Dafür dienen im Meta-Kosmos die KI-Labels. Ihr Wording wird jetzt angepasst, da es nicht immer zutreffend war. Doch auch mit dem neuen Wording bleibt ein Problem für die Creator Economy und die User bestehen.

Meta setzt auf Schriftzug „AI info“

Schon zu Anfang des Jahres führte Meta die AI Labels ein und gab Creatorn die Möglichkeit, Inhalte zu markieren. Dabei sollte vor allem darauf hingewiesen werden, wenn Content zum größten Teil oder komplett mithilfe von generativen KI-Tools erstellt wurde. Seit Mai 2024 markierte auch Meta selbst organische Inhalte auf den eigenen Plattformen. Doch seither gab es zum Beispiel bei einigen Fotograf:innen Unmut. Denn Meta markierte auch Bilder, die nur mit KI-Tools leicht verfeinert wurden – wie die meisten – , mit dem Label „Made with AI“. Das sei irreführend, merkten einige Creator an. Deshalb ändert der Konzern das Wording für die Labels und fügt von jetzt an den Schriftzug „AI info an“. Im Blog Post schreibt Monika Bickert, Vice President of Content Policy:

Like others across the industry, we’ve found that our labels based on these indicators weren’t always aligned with people’s expectations and didn’t always provide enough context. For example, some content that included minor modifications using AI, such as retouching tools, included industry standard indicators that were then labeled ‘Made with AI.‘ While we work with companies across the industry to improve the process so our labeling approach better matches our intent, we’re updating the ‘Made with AI‘ label to ‘AI info‘ across our apps, which people can click for more information.

Das Label mit dem alten Schriftzug, © Meta

Das Label mit dem neuen Schriftzug, © Meta

Wie Meta die Labels zuschreibt und welches Problem bestehen bleibt

Um selbst Labels für AI Content anzufügen, setzt Meta auf Metadaten von Visuals. Dabei werden die Standards der Coalition for Content Provenance and Authenticity (C2PA) – ähnlich wie auf TikTok – und der International Press Telecommunications Council (IPTC) als Grundlage genommen. Somit werden beispielsweise Visuals, die mit Adobes Generative Fill bearbeitet werden, als AI Content markiert. Da aber eine Bearbeitung nicht gleichbedeutend mit einer Erstellung ist, soll das Label „AI info“ mehr Transparenz für User bieten. Sie können dann im Informationsfeld erkennen, inwieweit KI für die Kreation eingesetzt wurde.

Gleichzeitig werden aber zahlreiche komplett von generativer KI erstellte Inhalte womöglich nicht durch diese Metadatenstandards erkannt und bleiben ohne Markierung auf den Social-Media-Plattformen vorhanden. Das ist ein Problem für die ganzheitliche Betrachtung der Inhalte und die Möglichkeit für User, zwischen manuell und per Gen AI erstellten Inhalten zu differenzieren. Zudem können daran auch Urheber:innenrechtsprobleme gekoppelt sein. In diesem Kontext ist jedes Tool, das die Transparenz bezüglich KI-generierter Inhalte fördert, ein positives Element für die Creator Economy und Brands sowie Advertiser, die auf den Plattformen aktiv sind.

AI Label für Stories:

Facebook und Instagram mit KI-Markierungen für Creator

© Penfer – Unsplash

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