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Genspark, ein Startup im Bereich Künstliche Intelligenz, ist der neueste Player im Suchmaschinen-Business und zielt darauf ab, die Dominanz von Google anzugreifen. Gegründet von ehemaligen Führungskräften des chinesischen Konzerns Baidu, der sich für eine der wichtigsten Suchmaschinen der Welt verantwortlich zeichnet, hat das Unternehmen kürzlich eine Anschubfinanzierung von 60 Millionen US-Dollar erhalten. Diese Finanzierung, angeführt von Lanchi Ventures aus Singapur, bewertet das junge Unternehmen, das bisher noch keine Einnahmen erzielt, mit 260 Millionen US-Dollar.

Today, we’re excited to introduce Genspark: The AI Agent Engine that Reinvents Search.

Traditional search engines, burdened with ads, spam, and biased information, render simple tasks like planning a trip or researching products frustratingly time-consuming. Despite some recent… pic.twitter.com/NVCL4V91Tf

— Genspark (@genspark_ai) June 18, 2024

Ein neuer Ansatz für die Suche

Mit Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien, verfolgt Genspark einen neuen und individuellen Ansatz im Vergleich zu herkömmlichen Suchmaschinen. Anstatt auf ein einzelnes KI-Modell zu setzen, nutzt Genspark eine Vielzahl spezialisierter AI Agents, um maßgeschneiderte Suchergebnisse zu liefern. Das Ergebnis sind sogenannte Sparkpages – einseitige Übersichten, die aus verschiedenen Websites und Inhalten aus dem Internet zusammengestellt werden. Diese personalisierten Seiten bieten den Nutzer:innen eine umfassende und nützliche Zusammenstellung von Informationen auf nur einer Seite.

Ergebnisseite einer Suche via Genspark, © Genspark

Eric Jing, CEO von Genspark und ehemaliger Leiter von Baidus KI-gesteuerter Smartphone- und Smart-Speaker-Einheit Xiaodu, erläutert gegenüber TechCrunch die Funktionsweise der Plattform:

Genspark uses multiple specialized AI models, each designed to tackle specific types of queries. Sparkpages are much like a distillation and consolidation of the current web; we also enrich these with comprehensive data, and to users, it looks like an index to the existing web.

Suchmaschine mit Chatbot

Ein großer Unterschied zu anderen Suchmaschinen ist die Art und Weise, wie Genspark Informationen präsentiert. Bei reisebezogenen Suchanfragen generiert die Plattform beispielsweise Wikipedia-ähnliche Seiten mit Inhaltsverzeichnissen, Videos von beliebten Reisezielen, Tipps und bietet einen Chatbot, der Fragen zu verschiedenen Unterthemen beantworten kann. Produktsuchen liefern dagegen Sparkpages mit Pro- und Contra-Listen, aggregierten Kommentaren und Bewertungen aus sozialen Medien, Publikationen und E-Commerce Shops.

Genspark tritt zu einer Zeit in den Markt ein, in der sich der Wettbewerb unter den Suchmaschinen intensiviert. Während bei Google die KI-Übersichten in die Standardsuche integriert werden, hat die AI Answering Machine Perplexity bereits einen Milliardenwert erreicht. Und auch die Suchmaschine Bing hat mit der Bing Deep Search kürzlich GPT-unterstützte Antworten auf komplexe Fragen integriert.

Die Suchergebnisse sind bisher ausschließlich auf Englisch verfügbar und Genspark richtet sich zunächst an den US-amerikanischen Markt. Die Nutzung der Plattform ist kostenlos, aber das Unternehmen erwägt in Zukunft kostenpflichtige Abonnements anzubieten. Suchanfragen auf Deutsch werden aktuell verarbeitet und die Suchergebnisse in englischer Sprache präsentiert. Der Einstieg von Genspark in den Suchmaschinenmarkt markiert einen weiteren Schritt der sich wandelnden Wege der Informationsbeschaffung im Internet.

Die neue Suche

– die Verschiebung von Google zu Social Media

TikToks Discover-Bereich, © TikTok (Screenshot der Desktop-Version)

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