Mit jedem Entwicklungsschritt von KI wächst auch die Relevanz, Inhalte, die eigene Gedanken, reale Erfahrungen und persönliche Perspektiven zeigen, zu fördern. Weswegen auch Social-Media-Plattformen wie Instagram oder LinkedIn Systeme entwickeln, mit denen sie AI Slop begrenzen können. Instagram testet beispielsweise ein AI Creator Label und LinkedIn will künftig stärker gegen generische KI-Inhalte und Engagement Bait vorgehen.

Wie Laura Lorenzetti, VP und Executive Editor bei LinkedIn, in einem Blog Post erklärt, will das Business-Netzwerk künftig generische Inhalte, austauschbare Erfolgsweisheiten und Engagement Bait Posts nach Schema F einschränken. Solche Beiträge bleiben zwar für das eigene Netzwerk und Account-Abonnent:innen sichtbar, werden jedoch weniger vom Algorithmus gepusht. Denn „The ultimate value comes from the human behind the tool“, schreibt Lorenzetti in ihrem Beitrag.


LinkedIn stellt Ranking-System um:
Engagement-Tricks verlieren Wirkung

Person (Silhouette) dunkel vor blauem Kreis im Hintergrund
© Ben Sweet – Unsplash

LinkedIn entwickelt System zur Erkennung von generischem KI-Content

LinkedIn will allerdings nicht nur gegen AI Slop vorgehen, sondern auch gegen automatisierte Kommentare und generische Antworten, die lediglich bestehende Aussagen wiederholen, ohne neue Gedanken oder Perspektiven beizutragen. Um KI-generierte Posts und wenig originelle Inhalte zu identifizieren, setzt das Netzwerk laut Laura Lorenzetti auf ein eigens trainierte Modell, das gemeinsam mit dem internen Editorial Team entwickelt wurde und dessen Ziel es ist, Inhalte zu erkennen, die Expertise, Kontext oder persönliche Erfahrung liefern und sich deutlich von generischen Inhalten unterscheiden. In ersten Tests würden generische Inhalte bereits in 94 Prozent der Fälle korrekt erkannt werden. Wie die technische Erkennung im Detail funktioniert, erklärt die Plattform bislang allerdings nicht.

LinkedIn betont ausdrücklich, dass AI-unterstützte Inhalte weiterhin erlaubt bleiben. Entscheidend sei vielmehr, ob ein Beitrag originelle Gedanken enthält oder sinnvolle Diskussionen auslöst.

It’s ok to use AI to help you write, but your posts and comments need to represent your voice and your perspectives,

schreibt Lorenzetti. Gleichzeitig baut LinkedIn das Angebot an KI-gestützten Schreibfunktionen seit Jahren kontinuierlich aus. Bereits 2023 testete die Plattform ein eigenes KI-Tool zur automatischen Erstellung von LinkedIn Posts direkt im Composer sowie weitere generative KI-Funktionen für Profiltexte, Recruiting und Content-Erstellung. Heute bietet LinkedIn unter anderem AI-gestützte Schreibvorschläge für Nachrichten, Profiltexte und Beiträge an.

KI oder nicht? Diese Schreibmuster gelten als typische Merkmale

Wie genau LinkedIn diese Inhalte erkennt, bleibt zwar offen, die Plattform nennt jedoch typische KI-Formulierungen und wiederkehrende Muster, die häufig in generierten Texten auftauchen. Dazu gehören unter anderem bekannte Konstruktionen wie „Es geht nicht um X, sondern um Y“. Zu den häufigsten Merkmalen gehören laut Nutzer:innen im Subreddit r/linkedin sowie einem Bericht des Wall Street Journals und einem Artikel von Creative Bloq unter anderem:


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Grafik zeigt eine LinkedIn-Post-Ansicht mit überlagerten Analysewerten wie Kommentaren, Reaktionen, Video-Views, Follower-Zuwachs und Impressionen aus verschiedenen Social Media Tools.
© Gyanda Sachdeva auf LinkedIn via Canva

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