Mit Meta One bringt der Konzern die kostenpflichtigen Angebote für Instagram, Facebook, WhatsApp und Meta AI jetzt offiziell unter ein gemeinsames Dach. Dabei gibt es nicht das eine Meta One-Abo, sondern mehrere Pakete zu unterschiedlichen Preisen für Privatnutzer:innen, AI Power User, Creator und Unternehmen.
Meta nennt erstmals die konkreten Europreise für alle Stufen. Die Preise reichen von 2,49 Euro für WhatsApp Plus bis zu 549 Euro monatlich für das größte Business-Paket. Die normalen Versionen der Apps bleiben kostenlos. Wer aber mehr AI nutzen, zusätzliche Features freischalten oder professionelle Tools für Marketing und Kund:innenkommunikation einsetzen möchte, muss dafür zahlen.
Mehr Meta AI zum schlankeren Preis und ein neues Premiummodell:
Das können die neuen Meta One-Abos
Instagram Plus, Facebook Plus und WhatsApp Plus ab 2,49 Euro
Wer nur eine einzelne App aufrüsten möchte, kann eines der Plus-Abos buchen:
- WhatsApp Plus: 2,49 Euro pro Monat – mit zusätzlichen Themes und Icons, besonderen Stickern und mehr angepinnten Chats.
- Instagram Plus: 2,99 Euro pro Monat – mit zusätzlichen Schriftarten für DMs und Stories, DM Previews und Benachrichtigungen zu bestimmten Story Views.
- Facebook Plus: 2,99 Euro pro Monat – mit eigenen App Icons, Super Hearts und weiteren Personalisierungsoptionen.
Meta will diese Abos weiter ausbauen. Für WhatsApp sind zum Beispiel sogenannte Focus Schedules geplant. Damit lassen sich Chats zu bestimmten Zeiten automatisch stummschalten oder ausblenden.

Mehr Meta AI? Dann wird es teurer
Meta One richtet sich mit unterschiedlichen Paketen an AI Power User, Creator und Unternehmen. Je mehr Funktionen und Nutzung du brauchst, desto höher fällt der Preis aus.
Über alle Meta One-Abos hinweg stehen zum Start laut Meta mehr als 50 zusätzliche Funktionen für Instagram, Facebook, WhatsApp und Meta AI bereit. Welche davon verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Paket ab. Künftig sollen außerdem weitere Produkte wie Edits und AI Glasses eingebunden werden. Für Edits ist beispielsweise ein Plus-Abo mit mehr Cloud-Speicher und einem AI Assistant geplant, der Instagram Insights analysieren und bei neuen Content-Ideen helfen soll.
Core und Premium: Mehr AI ab 6,99 Euro
Wer Meta AI intensiver nutzen möchte, kann zwischen Core für 6,99 Euro und Premium für 20,99 Euro pro Monat wählen. Core kombiniert die Funktionen von Instagram Plus, Facebook Plus und WhatsApp Plus mit höheren Limits für AI Features. Nutzer:innen können damit beispielsweise häufiger Bilder und Videos generieren, Stories mit AI bearbeiten oder Voice Effects einsetzen. Premium enthält diese Funktionen ebenfalls, setzt die Nutzungslimits aber noch einmal höher.

Essential und Advanced: Meta One für Creator und Unternehmen
Für Creator und Unternehmen startet Meta One mit Essential ab 16,99 Euro pro Monat. Das Abo bietet unter anderem ein erweitertes Profil, einen Verified Badge, Schutz vor Fake Accounts und mehr Zugriff auf den Meta Business Agent. Dieser soll beispielsweise Kund:innenanfragen über WhatsApp automatisiert beantworten können.
Advanced startet bei 54,99 Euro monatlich und ergänzt weitere Marketing- und Team-Funktionen. Dazu zählen die Planung von Stories bis zu 30 Tage im Voraus, Links in organischen Posts und Reels, exportierbare Analytics, tiefere Audience Insights und der Zugriff mehrerer Team-Mitglieder auf einen Account, ohne das Passwort teilen zu müssen. Außerdem steigen die Limits für den Meta Business Agent.
Darüber liegen Expert ab 169 Euro und Max ab 549 Euro pro Monat. Diese Pakete richten sich vor allem an größere Teams und bieten noch höhere Nutzungsgrenzen und mehr Kapazität für den Meta Business Agent.

Meta braucht zahlende AI User, während die Branche selbst vor existenziellen Risiken warnen
Meta investiert massiv in AI. Bis 2028 will der Konzern laut Reuters mehr als 600 Milliarden US-Dollar in den Ausbau stecken. Meta One soll helfen, diese Kosten über zahlende Nutzer:innen einzuspielen. Ob diese Rechnung aufgeht, hängt aber davon ab, ob mehr AI tatsächlich mehr Nutzen bringt und wie sich die aktuelle Sicherheitsdebatte weiterentwickelt.
Denn dass mehr AI nicht nur Vorteile bringt, zeigen die jüngsten Warnungen aus der Branche, die inzwischen bis zu einer möglichen Auslöschung der Menschheit reichen. Der ehemalige Google DeepMind-Forscher Bilal Chughtai warnte kürzlich davor, dass außer Kontrolle geratene AI im Extremfall die Menschheit auslöschen könnte. Auch Anthropic-Chef Dario Amodei und OpenAI CEO Sam Altman, deren Unternehmen selbst immer leistungsfähigere Modelle entwickeln, fordern inzwischen ein langsameres Entwicklungstempo und strengere Sicherheitsprüfungen.
Wie schwer sich eine AI-Bremse politisch durchsetzen lässt, zeigt der Umgang der Regierungen mit den Warnungen. US-Präsident Donald Trump lehnt eine stärkere Regulierung und Verlangsamung der Entwicklung ab, weil er den Vorsprung der USA gegenüber China nicht gefährden will. Die Bundesregierung nimmt die Warnungen der AI-Unternehmen nach eigenen Angaben zwar „sehr ernst“, fordert bislang jedoch keine echte Entwicklungsbremse. Der Nationale Sicherheitsrat hat sich bereits zweimal mit den Risiken beschäftigt, während die Bundesregierung statt eines Alleingangs nach internationalen Lösungen sucht.
Meta One startet zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem Meta neue Erlösmodelle aufbaut und mehr AI zum zentralen Verkaufsargument macht, während selbst führende Köpfe der Branche vor Kontrollverlust und extremen Risiken warnen.
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