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Im Gen AI-Zeitalter kannst du deine Inhalte im Handumdrehen mit passenden Content-Elementen ergänzen und illustrieren. Wenn du einen Song oder ein Voice Over für dein Video benötigst, kannst du auf ein Tool wie Suno AI zugreifen. Brauchst du überhaupt ein passendes Video, bieten Dream Machine von Luma AI, OpenAIs Sora oder Runways jetzt für alle verfügbare Option Gen-3 Alpha Möglichkeiten an. Die Auswahl ist immens. Der Creator und Künstler Arata Fukoe hat jetzt anhand eines neuen Werks gezeigt, dass sogar die gesamte Content-Bandbreite – inklusive Bearbeitung – mithilfe von AI Tools abgedeckt werden kann. Das wirft jedoch für Brands und Creator auch einige Fragen auf.

KI-Videos wie im Kino:

Runway Gen-3 Alpha geht an den Start

Ein Videoausschnitt von Gen-3 Alpha zeigt eine Frau mit Reflektionen von Lichtern im Gesicht, © Runway via Canva

All made by AI: Fluch und Segen?

In seinem Werk hat Arata Fukoe einen Song samt Lyrics und Musik kreiert und dafür ein Video mit eigens erstellten Visuals zusammengestellt. Dieses Gesamtkunstwerk hat er dann noch mithilfe von weiteren Tools bearbeitet. Auf Threads, X, Instagram und Co. hat er sein nach eigenen Angaben inoffizielles Musikvideo gepostet.

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In der Caption auf Instagram listet Fukoe auf, welche Tools er für die Kreation benutzt hat:

Music : #chatgpt #sunoai
Video : #DreamMachine #Gen3 alpha #kling
Image : #Midjourney #stablediffusion
Edit : Photoshop,After Effects

Das Video zeigt eine Protagonistin, die mal auf einem Löwen reitet, mal über der Stadt fliegt, mal mit Engelsflügeln gen Horizont schaut und mal Feuer speit. All das wäre mit echten Menschen schwer zu drehen gewesen, zumindest aber extrem aufwendig und auch teuer. Mithilfe von Gen AI Tools können Creator derlei Videos mit geübten Prompts vergleichsweise schnell erstellen. Und auch die Songs lassen sich samt Lyrics und Sounds selbst kreieren – sogar, wenn man selbst weniger von Musik versteht. Dafür sorgen Tools wie Suno AI oder auch Stability AIs neuer Open-Source-Audiogenerator.

Von Text zu Ton:

Stability AI bringt Open-Source-Audiogenerator auf den Markt

© KI-generiert mit Adobe Firefly

Es gibt zahlreiche Tools, die bei der umfassenden Erstellung von KI-Content helfen können. Und das können auch Brands für Werbezwecke nutzen. Jüngst hat Toys“R“Us eine erste Kampagne mit dem Tool Sora von OpenAI erstellt. Das Video soll die Gründungsgeschichte der Marke erzählen. Es ist der erste Brand-Film der Marke.

Die Möglichkeiten der KI-Kreation erscheinen kaum begrenzt zu sein und erlauben auch einzeln agierenden Creatorn, kleineren Unternehmen und Co., einst aufwendige Videos, Songs und dergleichen für ihre Zwecke zu erstellen. Dabei benötigen sie weit weniger Ressourcen. Allerdings geht mit dieser Art der Content-Erstellung auch ein Risiko einher.

Probleme, die bei der AI-Erstellung auftreten könnten

Bei den großen KI-Video-Tools wie Sora, Gen-3 Alpha und Co. ist nicht klar, woher die Trainingsdaten eigentlich stammen. Bei Sora gab es bereits Hinweise darauf, dass OpenAI einfach öffentliche Creator-Videos von YouTube als Grundlage genutzt haben könnte. Wer sein gesamtes kreatives Werk mit Gen AI Tools entwickelt, läuft Gefahr, sich zumindest implizit im weitesten Sinne des geistigen Eigentums Dritter zu bemächtigen. Das dürfte auch bei der Kreation von Lyrics oder Sounds der Fall sein. Rechtlich befindet sich diese Erstellung noch in einem Graubereich. Allerdings beschweren sich Künstler:innen vielfach über die Trainings von KI-Tools mit öffentlich verfügbaren Inhalten, von Büchern über Songs bis hin zu Bildern, weil ihre Rechte als Urheber:innen und Ersteller:innen verletzt werden könnten. Das lässt sich im AI-Generierungskontext dann selbst oft nicht konkret nachvollziehen.

Ein weiteres Problem im Kontext der so einfach zu erstellenden Inhalte mag sein, dass soziale Medien und andere Plattformen mit entsprechenden Inhalten geflutet werden könnten. Im Textbereich hat Google beispielsweise bereits mit neuen Spam-Richtlinien auf vielfach generierte KI-Texte ohne Qualitätsanspruch reagiert; trotzdem werden einige KI-Kopien derzeit gut gerankt. Obwohl es in den sozialen Medien KI-Labels gibt, die Informationen zur Entstehung der Inhalte bieten sollen, dürften viele Inhalte unter dem Radar auf die Plattformen kommen und User vor die Aufgabe der Differenzierung stellen.

Schließlich könnten AI-Inhalte Creatorn Reichweiten und auch Einkünfte wegnehmen, weil womöglich sogar Ads im Kontext gut performender AI-Inhalte platziert werden. Ob die Advertiser damit aber Erfolg haben, ist fraglich. Auch in diesem Kontext mag ein Brand-Suitability-Problem auftreten, wenn die Ausspielung in diesem Kontext zustande kommt.

Die vielen Risiken bei der Erstellung von Gen AI Content sind ein Nebeneffekt der raschen technologischen Entwicklung. Sie mindern nicht das Potential, das diese Entwicklung mit sich bringt, sollten von Creatorn wie Marken aber stets mitgedacht werden. Wie in so vielen Kontexten kann die Transparenz diesbezüglich ausschlaggebend sein. Auch Arata Fukoe zeigt klar an, wie und womit sein Musikvideo erstellt wurde. Klar ist aber auch, dass wir uns auf eine Zeit einstellen müssen, in der AI-Inhalte mehr und mehr das Bild der digitalen Medien durchweben werden.

KI-Videos von Dream Machine:

Sora-Konkurrenz für alle verfügbar

© Luma AI

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